15. Dezember 2011 bisher 1 Kommentar »

Weihnachtsgedicht

Bratäpfel aus Großmutters Kachelofen
Gudrun Nagel – Wiemer
Es knistert im Ofen, die Kohlen glühen,
die gefüllten Äpfel, einst saftig und grün,
werden zu einem Gaumenschmaus.
Ein feiner Duft zieht durch das Haus.

Großmutter erhebt sich ganz gemach
und schüttet ein paar Kohlen nach.
“Schaut nur wie die Funken sprühen
und die Eierkohlen glühen!”

In der Röhre brutzelt es leise
auf ganz wundersame Weise.
“Hört nur, wie es zischt und pufft.”
Jeder schnuppert – welch ein Duft.

“Kinder, holt die Teller raus,”
schallt es fröhlich durch das Haus.
Großmutter holt zwei kleine Lappen
und öffnet die heißen Ofenklappen.

Mit einem Lächeln im Gesicht
stellt sie die Äpfel auf den Tisch.
“Greift zu, ihr müsst euch nicht genieren.
Jetzt wollen wir die Bratäpfel probieren!”

Welch eine Ruhe, welch eine Stille.
Es riecht nach Rum und nach Vanille.
Ein wenig auch nach Marzipan,
dem niemand widerstehen kann.

Im Ofen noch ein leises Knacken -
er hat die Äpfel uns gebacken.

Lebkuchenhaus

Lebkuchenhaus

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Kommentare

  1. Gudrun Nagel - Wiemer

    Liebe Familie Platzers,

    gibt es bei Ihnen denn auch so leckere Bratäpfel, wie sie meine Großmutter zubereitet hat? Dieses Gedicht scheint allgemein beliebt zu sein, einige Restuarants haben es auf ihrer Seite.

    Ihnen schöne Weihnachtstage,
    Gudrun Nagel – Wiemer.

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